Mein Kram erdrückt mich!

Besitz ist etwas, nach dem Viele streben. Sei es das neue Handy, das super schonende Bett oder aber das große, gemütliche Haus. Viele Menschen glauben, dass ihr Leben durch verschiedene Besitztümer angenehmer werden wird.

Ich mache gerade die gegenteilige Erfahrung.
Mein ganzer Besitz engt mich ein. Immer wieder entdecke ich Dinge. Dinge, die ich mal zu brauchen glaubte. Mittlerweile muss ich feststellen, dass ich vieles davon gar nicht benötige.

Zu viele Kleidungsstücke füllen meinen Kleiderschrank. Ein paar Fehlkäufe, ein paar Dinge, die ich wirklich trage und noch dazu ein paar, die mir eigentlich nicht mehr passen. Doch warum habe ich sie dann noch? Weil ich ja vielleicht abnehme und sie mir dann wieder passen werden? Ich mir dann keine neuen kaufen muss? Oder vielleicht sogar aus sentimentalen Gründen?
Eigentlich ist alles davon Unsinn. Die alten Kleidungsstücke, die man nie wieder tragen wird, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, sollte man einfach verschenken. Oder verkaufen. Oder einfach weggeben, egal wohin. Vielleicht freut sich jemand anders darüber.

 

Besitz wertschätzen, statt anhäufen

 

Genauso sollte man es mit allen anderen Besitztümern machen. Warum die alte Kommode von Oma behalten, wenn man sie selbst nicht schön findet und nicht nutzen will? Oder schlicht und einfach keinen Platz dafür hat. Es gibt keinen Grund außer einen sentimentalen, sich nicht von ihr zu trennen.

Erinnerungsstücke zu haben ist für viele Menschen sehr wichtig, mich eingeschlossen. Und ich behalte auch einige Dinge, die mir von der Familie vermacht wurden. Aber ich kann nicht alles behalten.Mich erdrückt es, das alles um mich zu haben.

Warum es so erdrückend ist, ist schwer zu erklären. Viel Besitzt birgt eine gewisse Verantwortung Verantwortung in sich. Dass die Oma doch wollte, dass man die Kommode bekommt und sie wertschätzt. Dass man die alten Klamotten nostalgisch ansieht und sich selbst mit der Person die man war, vergleicht. Und sich vielleicht sogar die Pflicht auferlegt, wieder diese Person sein zu wollen.
Das ist unnötiger Druck. Deshalb werde ich mich von einigen sogenannten Schätzen trennen. Um wieder frei atmen zu können. Um gelassener und nicht so eingeschränkt zu sein. Um die Ansprüche, die man dadurch an mich stellt, los zu werden.

„Der Besitz besitzt. – Nur bis zu einem gewissen Grade macht der Besitz den Menschen unabhängiger, freier; eine Stufe weiter – und der Besitz wird zum Herrn, der Besitzer zum Sklaven.“
Friedrich Wilhelm Nietzsche

Bin ich gescheitert?

Es kommt eine Zeit im Leben, in der man sich dieser Frage stellen muss. Manchmal auch mehrmals im Leben.
Und oft ist es nicht leicht diese Frage zu beantworten. Man betrachtet all die Dinge, die man bis zu jenem Alter erreicht haben wollte und blickt zurück.
Was habe ich in der Zeit gemacht? Wieso bin ich jetzt da, wo ich bin? Und nicht da wo ich sein wollte?
Das Leben spielt häufig ein ganz anderes Spiel, als man es selbst geplant hatte. Man hatte nicht damit gerechnet, dass das mühsam ersparte Geld für die Rundreise durch Amerika, die man immer machen wollte, dann immer wieder für das kaputte Auto, eine neue Waschmaschine oder die Klassenfahrten der Kinder verpufft.
Die Frage, die man sich wirklich stellen sollte ist diese:
Bin ich da, wo ich jetzt bin glücklich?
Wenn ich diese Frage mit „Ja“ beantworten kann, ist es irrelevant, ob ich mir vor 10 Jahren mein Leben so oder eben anders erträumt hatte. Prioritäten verändern sich. Wenn man früher noch dachte die Weltreise muss sein, Kinder kriegen das kann warten, so denkt man heute vielleicht liebend gerne an das allabendliche Gute-Nacht-Ritual mit den Kindern, gegen die man die Weltreise eingetauscht hatte.
Oder aber man fragt sich, ob der frühere Wunsch der Großfamilie noch realistisch ist und man vielleicht sogar ganz auf Kinder verzichtet. Hauptsache dort, wo man ist, ist man zufrieden. Und das trifft nicht nur auf die familiäre Gestaltung des eigenen Lebens zu, sondern auf alles. Freunde, Beruf, Hobbies. Alles, was uns ausmachen kann.
Jetzt sitzt Du vielleicht stirnrunzelnd vor dem Bildschirm und fragst: Was, wenn ich die Frage mit „Nein“ beantwortet habe?

Dann kann ich Dir nur eines sagen: Nimm Dein Leben in die Hand!
In den allermeisten Fällen ist es längst nicht zu spät, noch zu erreichen, was man sich gewünscht hat. Oder aber die richtigen Schritte auf dem Weg dorthin zu gehen. Manchmal stellt man eben fest, dass die Entscheidungen, die man aus guten Gründen getroffen hat, einen auf einen Weg geführt haben, dessen Ende man nicht erreichen will. Dann wird es Zeit einfach querfeldein zu gehen – und zu finden, wonach man immer gesucht hat.

Glücklich sein ist schwer. Denn man ist selbst dafür verantwortlich. Man kann nicht immer anderen die Schuld für das eigene Unglück geben. Man selbst muss sich glücklich machen, und sich nehmen, wie man ist. Und einer der Schritte auf dem Weg dorthin ist es, sich und sein Leben nicht am Scheitern zu messen, sondern daran, wie man sich mit seinem Leben fühlt.

 

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“
Johann Wolfgang von Goethe

Mit sich und dem Leben glücklich sein.

Oft frage ich mich: wie wird man glücklich?
Ist es, weil die anderen Leute einen glücklich machen? Weil man den perfekten Job hat? Oder weil man die Liebe seines Lebens gefunden hat?
Nein, eigentlich gibt es nur einen Weg glücklich zu werden und der ist, sich selbst zu mögen. Sich mit Dingen zu umgeben, die einem gut tun. Sicher gehören da Freunde, Familie, Liebe dazu. Aber diese Personen sind nicht dafür verantwortlich einen glücklich zu machen. Wie heißt es so schön: Man ist seines eigenen Glückes Schmied. Und genau so ist es!

Fit werden!

Meine Reise beginnt.

Schon als Kind fand ich Sport blöd – ich war aber auch schon als Kind zu dick. Lange Zeit wusste niemand so recht, warum das eigentlich so ist. Die Ärzte dachten sich, dass es wohl in der Familie liegt, denn meine Mutter und Großmutter waren etwas mollig. Schon früh durfte ich nur selten Süßes essen. Für mich – als Kind mit Freunden, bei denen die Schokoriegel zu Hauf in den Zimmern lagen – war das wirklich eine Qual. Doch schnell hab ich gemerkt, wann ich doch Süßigkeiten haben durfte und wann meine Familie sich welche genehmigte. Nämlich, „wenn man es sich schön machen“ wollte, wie meine Oma immer sagte. Etwas tolles, leckeres zu essen, das war Lebensqualität und nicht selten fettig und zu kalorienhaltig.

Oft genug gab es bei uns Gemüse und Gesundes. Meine Familie ernährte sich nicht dauerhaft schlecht. Aber dass ich heute ein Stress-Esser bin, liegt wohl auch ein wenig an dem von der Familie übernommenen Verhalten.

Als ich dann in die Pubertät kam, machte ich einen weiteren Versuch um die Pfunde los zu werden – wieder einmal. Geholfen hat es nichts. Doch auch meine Mutter hat gesehen, dass da irgendetwas nicht stimmte. Immerhin versuchte ich es damals sogar mit regelmäßigem Sport. Ein weiterer Gang zum Arzt bestätigte es dann endlich: Meine Schilddrüsenunterfunktion. Endlich kam meine Diät in Gang. Ich nahm 20 Kilo ab und fühlte mich großartig.

Doch leider blieb es nicht dabei. Ich war fertig mit der Schule und dann hieß es: Neue Wohnung, neuen Studium, alte Pfunde!
Seitdem kämpfe ich immer mal wieder mit dem JoJo-Effekt. Doch jetzt soll endlich Schluss damit sein.

Ich mache keine Diät. Ich stelle meine Ernährung und Lebensweise für einen gesunden Lebensstil dauerhaft um.